Menschen hinter sich versammeln. Ideen umsetzen.

Die Arbeitsbedingungen in Wirtschaft und Sozialwesen fordern Menschen immer neu heraus. Ihre Mitarbeiter/-innen brauchen neue Wege, um Konflikte konstruktiv zu lösen und trotz Zeit- und Kostendrucks produktiv zu arbeiten. Als Führungskraft sind Sie für die Arbeitsqualität und das Klima innerhalb Ihres Teams verantwortlich. Verbessern Sie die Zusammenarbeit im Team und die Arbeitsergebnisse! Zusammen können wir

  • eine offene und konstruktive Kommunikationskultur gestalten
  • Krisen innerhalb des Teams begleiten und bewältigen
  • bisher ungenutztes Potenzial Ihrer Mitarbeiter/-innen wecken

Gerne moderiere ich für Sie und Ihre Arbeitsgruppe einen Teamentwicklungsprozess oder unterstütze im Konfliktfall alle Parteien dabei, einen tragfähigen Konsens herzustellen. Wichtige Besprechungen und größere Veranstaltungen profitieren von einer neutralen dritten Person: als Moderatorin steuere ich den Prozess professionell und trage so maßgeblich zum Erreichen der Ziele bei. Gruppen-Supervisionen und Team-Trainings führe ich – je nach Möglichkeiten – in den Seminarräumen Ihrer Organisation oder in externen Tagungshäusern durch.

Praxisfall: Wenn der Alltag übernimmt

Ein Teamleiter schilderte mir sein Thema: Seine Mitarbeiter redeten nicht mehr richtig miteinander. Die Vertreterregelungen klappten nicht mehr, das Team wirkte gehetzt und zugleich distanziert. Manche Kollegen schrieben sich Mails, obwohl sie Schreibtisch an Schreibtisch saßen. Und vor allem war die Stimmung im Keller.

Wir trafen uns zu einem Vorgespräch. Ich fragte ihn, was er unternommen hatte, um die Stimmung zu verbessern – und wie es seiner Meinung nach weiterginge, wenn nichts passierte. Uns gelang es das Thema einzukreisen, als die Sprache darauf kam, dass sehr viele Teilzeitkräfte im Team arbeiteten. Diese machten keine Pausen, so dass die Kollegen nie gemeinsame Muße erlebten. Nie war Zeit, nie war Spielraum. Natürlich wünschten es sich die Teilzeitkräfte so, denn auch sie sparten Zeit, wenn sie früher gehen konnten. Schließlich waren sie auch im Privatleben oft gehetzt und unter Druck. Alleine schon in Sachen Kinderbetreuung.

Der Teamleiter berichtete, dass es früher jedes Jahr einen Teamworkshop gegeben hatte. Aus Zeitgründen finde dieser nur noch jedes zweite Jahr statt. Die Rationalisierung fordere eben immer mehr Opfer. Wir machten eine Aufstellung im Quadrantenmodell, ordneten also Innenwelt und Außenwelt in Bezug auf den Einzelnen und die Gruppe. Schnell kamen wir zum Schluss, dass Teamaktivitäten dringend wieder aufgenommen werden mussten.

Ein Team braucht das: Gemeinsame Erlebnisse, gemeinsame Aktivitäten und ein gemeinsames Gedächtnis. Sonst bleiben Dinge einfach auf der Strecke, das Engagement für den anderen erlahmt und das Eigene hat immer Vorrang vor dem Allgemeinen, das Dringende vor dem Wichtigen. Alleine aufgrund der Fluktuation ist nach zwei Jahren der Anteil der Kollegen ohne gemeinsame Historie so groß, dass Teamziele keine Zugkraft mehr haben und die Stimmung kippt. Auf diese Art verkehrt sich Rationalisierung in ihr Gegenteil, weil die Reibungsverluste zu groß werden. Besonders anfällig sind nicht nur Teams mit Teilzeitkräften, sondern auch solche, deren Mitglieder verstreut sitzen. Sie haben buchstäblich keinen gemeinsamen Standpunkt. Mails, Telefon- oder Videokonferenzen ersetzen nie den persönlichen Kontakt.

Wir beraumten sehr kurzfristig einen Teamworkshop an, in dem auch Platz für informelles Zusammensein war und die Mitarbeiter einen ganzen Abend frei miteinander gestalten konnten. Man beschäftigte sich eingehend mit grundsätzlichen Fragen: „Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Danach war die Stimmung deutlich besser. Der Teamleiter nahm sich vor, den nächsten Workshop schneller stattfinden zu lassen. Auch wenn es länger als ein Jahr gutgeht, sagt er heute, sollte man nicht zu lange warten, damit man gar nicht erst in die Situation gerät, dass sich die Stimmung verschlechtert.